Simulation und Übung als Treiber des Projektfortschritts – RESCUE MATE bei der 4. Wissenswerkstatt SifoLIFE in Freiburg.

26. November 2025

Am 18. und 19. November 2025 standen die verschiedenen Simulations- und Übungsformen der SifoLIFE Forschungsprojekte im Fokus des Austauschs. Im Haus zur lieben Hand der Universität Freiburg erörterten Projektpartner:innen aus Wissenschaft, Praxis und Verwaltung Mehrwerte, Herausforderungen und gegenseitige Anknüpfungspunkte.

Impulse aus der Wissenschaft, Lehren aus der Praxis

Schnell wurde deutlich, wie komplex, weitreichend und miteinander verzahnt Simulationen und Übungen verstanden werden müssen.



Grundlegende soziologische Erklärungsansätze im Übungskontext sowie komplexe individuelle Lern- und Handlungsmöglichkeiten in der Mensch-Maschine-Interaktion wurden von Prof. Dr. Stefan Kaufmann sowie Prof. Dr. Jennifer Stemmann in ihren Impulsvorträgen näher beleuchtet. Prof. Dr. Anna Sieben gab dazu mit ihrem Beitrag über die sozialpsychologischen Aspekte von Fußgängermodellierungen Einblicke in einen konkreten Anwendungsfall einer Simulation.

Interaktive Formate und kreativer Austausch

In gemischten Gruppen wurde sich im Anschluss über Mehrwerte, Erkenntnisse und Übertragungspotenziale bisheriger Projekt-Simulationen und -Übungen ausgetauscht. Weiterentwicklungsmöglichkeiten und Anknüpfungspunkte wurden gemeinsam herausgearbeitet und im Anschluss im Plenum geteilt. Dabei wurde deutlich: Simulationen und Übungen fördern den Austausch zwischen Wissenschaft und Anwendung und ermöglichen in realistischer Umgebung die Testungen von Projektlösungen und wissenschaftlichen Konzepten. Damit sind sie unerlässlich für eine zielgerichtete, anwenderbasierte und bedürfnisorientierte Demonstratoren-Entwicklung.



Exponate als kleine Simulationen

Im Nachgang stellte das Zukunftslabor Sicherheit ihr „XR Security Lab“ vor. Mit virtuellen Ausstellungsstücken wird die zivile Sicherheitsforschung erlebbar und es wird simuliert, welche Auswirkungen realistische Krisenszenarien wie Sturmfluten oder Stromausfälle haben. Die vorgestellten Exponate basieren auf den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen aus den fünf Forschungsprojekten der SifoLIFE-Förderlinie. So wurde deutlich, dass sich Exponate ebenfalls als kleine Simulationen verstehen lassen.



Den Abschluss der zweitätigen Wissenswerkstatt bildete die gemeinsame Reflexion über SifoLIFE-Ausstellungsexponate für eine 2026 stattfindende, interaktive Wanderausstellung. Die modularen Lern- und Gamification-Stationen wurden von den Projekten inhaltlich angereichert, sodass den Besuchenden eine Auseinandersetzung mit Projektthemen, aber auch mit Grundlagenwissen zur Sicherheitsforschung spielerisch ermöglicht werden wird.

Wertvolle Vernetzung innerhalb der Sicherheitsforschung

RESCUE-MATE nimmt die vielfältigen Impulse und Anregungen mit in die weitere Projektarbeit, ob für die Weiterentwicklung von Mensch-Maschine-Interaktionen in technischen Simulationen oder in der Vorbereitung, Konzeption und Durchführungen von Katastrophenschutz-Übungen.

Wir danken den Organisator:innen des Begleitforschungsprojekts BeLIFE, dem gastgebenden Projekt FreiburgRESIST, sowie allen Teilnehmenden für die inspirierende Zusammenarbeit und freuen uns auf ein Wiedersehen in 2026 in Meißen!