26. März 2026
Am 19. März 2026 durfte sich das Forschungsprojekt RESCUE-MATE auf dem 70. Hamburg Aviation Forum im Hotel Hafen Hamburg präsentieren.
Im Mittelpunkt stand der Einsatz von Drohnen als mobiles Einsatzmittel im Bevölkerungsschutz. Anhand eines realistischen Krisenszenarios – einer schweren Sturmflut in Hamburg mit Wasserständen von über sieben Metern, parallel auftretenden Schadenslagen sowie dem teilweisen Ausfall der Kommunikationsinfrastruktur – wurde das Anwendungspotenzial von RESCUE-MATE verdeutlicht.
Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines dynamischen, datenbasierten Lagebildes für komplexe Krisen- und Katastrophensituationen. Hierfür werden heterogene Echtzeitdaten aus unterschiedlichen Quellen integriert, darunter Sensordaten, Verkehrsinformationen, Simulationen und Social-Media-Daten. Diese werden zu einer konsolidierten Entscheidungsgrundlage für Einsatzkräfte zusammengeführt.
Drohnen übernehmen dabei mehrere zentrale Funktionen:
Luftgestützte Lageaufklärung durch Kamerasysteme
Gezieltes Absetzen von Rettungsmitteln
Flexible Bereitstellung von Kommunikationsinfrastruktur, beispielsweise durch fliegende Hotspots
Ein besonderer Fokus liegt auf der Resilienz der Kommunikationssysteme. RESCUE-MATE setzt auf redundante Datenübertragungswege über Mobilfunk, Satellitenkommunikation sowie Mesh-basierte Netzwerke, um auch bei Ausfällen eine stabile Vernetzung sicherzustellen. Ergänzend kommen KI-gestützte Verfahren zur Objekt- und Personenerkennung zum Einsatz, um die Lagebewertung zu beschleunigen.
Die Präsentation des Projekts erfolgte durch den Projektpartner Hanseatic Aviation Solutions (HAS) im Rahmen eines Pitch-Formats. Zusätzlich konnten sich Besucherinnen und Besucher am Projektstand über technische Komponenten, Anwendungsfälle und den aktuellen Entwicklungsstand informieren.
Die Teilnahme am Hamburg Aviation Forum unterstreicht die Relevanz von RESCUE-MATE im Kontext aktueller Entwicklungen rund um Urban Air Mobility und zeigt das Potenzial drohnengestützter Systeme für ein resilienteres Krisenmanagement.
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