Internationale Sichtbarkeit für RESCUE-MATE: ICIS- und HICSS-Publikationen

3. März 2026

Das Projekt RESCUE-MATE war in den vergangenen Monaten auf zwei der renommiertesten internationalen Konferenzen im Bereich der Wirtschaftsinformatik vertreten: der International Conference on Information Systems (ICIS) sowie der Hawaii International Conference on System Sciences (HICSS).

ICIS: Intelligente Lagebildkarten für Hochwasserkatastrophen

Auf der ICIS, der Leitkonferenz der internationalen Wirtschaftsinformatik-Community, präsentierte unser Kollege Marten Borchers vom Hub of Computing & Data Science den Beitrag „Emergency Management: Designing Situation Maps to Support Rescue Forces during Flood Disasters“ (Borchers, Milutzki, Fetzer, Magdych, Bittner & Semmann, 2025)

Im Fokus der Publikation steht die Konzeption und Evaluation neuartiger digitaler Lagebilder zur Unterstützung von Einsatzkräften bei Hochwasserkatastrophen. Die entwickelten Karten integrieren unterschiedliche Datenquellen und ermöglichen eine verbesserte Lageeinschätzung, Koordination sowie Entscheidungsunterstützung in dynamischen und zeitkritischen Szenarien.

Im Rahmen eines Design-Science-Forschungszyklus wurden:

  • ein funktionaler Prototyp entwickelt,
  • eine empirische Evaluation mit relevanten Akteuren durchgeführt und
  • acht zentrale Designprinzipien für digitale Lagebilder im Katastrophenschutz abgeleitet.

Diese Prinzipien bilden die Grundlage für weitere Entwicklungszyklen im Projekt und leisten zugleich einen wissenschaftlichen Beitrag zur Gestaltung datengetriebener Informationssysteme im Krisenkontext. Mit der Präsentation auf der ICIS wurde die RESCUE-MATE-Forschung einem internationalen Fachpublikum vorgestellt und in die globale Diskussion um intelligente Entscheidungsunterstützung eingebracht.

ICIS Präsentation

HICSS: Stärkung von Selbsthilfe und Bürgerbeteiligung

Auch auf der HICSS war RESCUE-MATE durch Enrico Milutzki und mit mehreren Beiträgen vertreten. Das Paper „From Alerts to Action: Designing Crisis Apps that Enable Self-Help in Storm-Flood Events“ untersucht, wie mobile Krisen-Apps gestaltet werden können, um die Selbsthilfe von Bürger:innen bei Sturm- und Hochwasserereignissen zu stärken. Ziel ist es, Warnungen in konkrete, handlungsleitende Empfehlungen zu übersetzen und eigenständiges Handeln zu ermöglichen, wenn offizielle Ressourcen begrenzt sind (Milutzki, Borchers, Hummel, Magdych, Bittner & Semmann, 2026).

Zwei weitere Publikationen befassen sich mit der Einbindung von Bürger:innen in urbanen Kontexten: Eine Studie analysiert Daten urbaner Partizipation mithilfe einer Retrieval-Augmented-Generation-Architektur (RAG), um Informationsbereitstellung und Wissensaustausch zu verbessern. Eine weitere Arbeit untersucht den Einsatz generativer KI und Chatbots zur Förderung von Engagement und Interaktion.

Gemeinsam zeigen die Beiträge: RESCUE-MATE verbindet exzellente Forschung mit konkretem Praxisbezug für mehr Resilienz, bessere Entscheidungsunterstützung und eine aktive Einbindung von Bürgerinnen und Bürger im Katastrophenfall.

HICSS Präsentation